Samstag, 14. Januar 2012

Ich bin ein Brikett - kohlt mich hier raus! (Dschungelcamp-Auftakt Teil 3)

Auf in die letzte Runde des Auftakts. Vincent Raven macht ein Ritual und vertreibt die Geister der vergangenen Dschungelcamps. Ich lass das mal so stehen, denn sonderlich erfolgreich ist er nicht: Brigitte Nielsen beschwört die Geister der Vergangenheit und erzählt von ihrer Ehe mit Sylvester "Rammler" Stallone. Nein, das mit dem "Rammler" ist nicht von mir, Brigitte Nielsen hat "Sly" als "rabbit" bezeichnet, was ihre Gesprächspartnerin Ramona Leiß mit "Rammler" übersetzt hat. 

Als Sonja Zietlow und Dirk Bach live ins Camp kommen, um die Entscheidung zu verkünden, wer die nächste Dschungelprüfung macht, schläft Brigitte Nielsen dafür noch. Ihre Lebensbeichte hat offenbar Kraft gekostet. Tatsächlich werden die Moderatoren kreativ, denn sie weichen von dem Schema, das ich in diesem Artikel ausführlichst beschrieben habe, ziemlich ab. Sie sagen zu jedem etwas anderes. Allein das "Vielleicht"-Schema bleibt, bei dem am Schluss noch zwei übrig sind: Kim und Micaela. Doch diesmal ist Kim am Zug.

Am Ende erzählt Sonja Zietlow, dass sie im Internet einen Kommentar von Mario Barth zur Sendung gelesen habe. Der schrieb auf Facebook, das "Dschungelcamp" sei ja gar nicht live, weil man würde ja vor der Werbepause immer schon eine Vorschau auf die Dschungelprüfung sehen. Ich weiß nicht, ob das eine ganz feine Ironie sein soll. Obwohl, "feine Ironie" und Mario Barth, das ist ein Widerspruch in sich. Könnte also sein, dass er seinen Kommentar durchaus ernst meint. Und ausgerechnet der Kommentar beweist den Live-Charakter der Sendung. Natürlich geht es nicht um die aufgezeichneten Teile, das "live" bezieht sich auf den Rahmen, und das stimmt ja. Trotz der Zeitverschiebung.

Und jetzt? Hm. Ich bin mir tatsächlich immer noch unschlüssig über die Sendung. Sie will überhaupt nicht den Eindruck erwecken, man habe hier die Super-Promis, die dem Publikum zeigen wollen, wozu sie alles fähig sind. Sonja Zietlow und Dirk Bach lassen keine Gelegenheit aus darauf hinzuweisen, dass die meisten der Prominenten im Camp zumeist finanzielle Probleme haben und sich offenbar etwas mehr Öffentlichkeitsaufmerksamkeit erhoffen. Tatsächlich hat Martin Kesici ganz offen zugegeben, dass er Schulden beim Finanzamt hat, die er mit der Teilnahme am Dschungelcamp zu mindern versucht.
Die Sendung will sich selbst nicht ernst nehmen, und das macht sie sehr gut. Ich glaube, das muss ich im Auge behalten.

"Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" läuft ab sofort täglich auf RTL um 22.15 Uhr.


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