Montag, 23. Januar 2012

Ich bin die Saar - holt mich hier raus! (Dschungelcamp Tag 11)

Was bisher geschah:



Es regnet im Dschungel, aber trotzdem scheint es heiß herzugehen, wie die Vorschau auf die heutige Episode verspricht. Aber das kann auch alles relativ sein. Rocco und Vincent diskutieren über Roccos Vater (Uwe Ochsenknecht) und den nicht vorhandenen Kontakt. Rocco soll es versuchen, den Kontakt wieder herzustellen. Und er sagt, er macht's.

Dann wechselt das Thema: Brigitte und Micaela diskutieren über Schwarzeneggers Arnold. Keine weiteren Fragen, Euer Ehren!

Zur Schatzsuche wird Micaela dazu verdonnert, eine lange Hose anzuziehen. Es geht darum, dass sie und Ailton in einem Loch unter der Erde übernachten. Eine Hommage an den im Winter ins Kino kommenden Film "Der Hobbit". Obwohl der ja in Neuseeland gedreht wird. Ailton zickt herum, fügt sich aber in sein Schicksal. Sie müssen darauf achten, dass eine Kerze in der Nacht nicht ausgeht. Es ist hart, aber sie schaffen es.

Die Dschungelprüfung ist heute Roccos Sache. In einer Gondel, die über dem Tal hängt, muss er aus Kisten mit allerlei Viechzeugs Sterne abschrauben. Die letzten sind außen an der Gondel angebracht. Er schafft's, alle Sterne einzusammeln.

Dennoch entbrennt am Ende des Essens eine Diskussion um die Größe der Portionen. Ich habe nach der Hälfte den Faden verloren. A propros "verloren": Jazzy muss das Camp verlassen.

Sonja behauptet am Schluss, es hätte ein Pfahlsitzen im Europa-Park Rust gegeben. Nein, nicht dass ich wüsste. Wie kommt sie denn auf sowas? Und was hat das mit der Sendung zu tun?

Wie, das war's schon? Wow. Ich scheine älter zu werden. Die Zeit fliegt, es ist nicht zu fassen.

Sonntag, 22. Januar 2012

Ich bin schon g a r - holt mich hier raus! (Dschungelcamp Tag 10)

Was bisher geschah: Von ehemals 11 Campern sind nur noch 8 im Camp. Lesen Sie den Rest selbst nach. Und nun...



Ramona ist also auch raus. Jazzy und Radost machen dafür die Schatzsuche. Sie müssen Geschirr spülen. Auf dem Geschirr stehen Zahlen, die müssen miteinander verrechnet werden. Dann kommt ein Zahlencode heraus, mit dem die Truhe befreit wird: man muss ein Zahlenschloss auf die entsprechende Kombination stellen. Radost schafft es, obwohl es sich um höhere Mathematik handelt. Die Belohnung: Massageöl.

Hrmpffffffffffffhahahahahahahaaa! Massageöl! Isn't it ironic?

Mal wieder fast einstimmig wird der Kandidat für die Dschungelprüfung gewählt: Micaela. Sie muss Badekleidung anziehen. Und sie macht wahr, was sie in der letzten Folge schon angedroht hat: Sie tritt an in einem Borat-Gedächtnis-Badeanzug an. Dass Frauen sowas auch tragen... Immerhin, wäre er aus Seide, hätte eine Seidenraupe allein den Stoff dafür herstellen können.
Sie muss durch eine ölige, dreckige Pipeline klettern und Sterne einsammeln. Natürlich gibt es das übliche Viechzeugs und Schleim.


Am Schluss darf sie eine Rutsche ins Wasser rutschen und wird damit von all dem Zeug wieder befreit. Drei Sterne sind das Endresultat. Am Lagerfeuer erzählen Radost und Brigitte sich ihre tragischen Lebensgeschichten.

Und heute ist der Tag, an dem der freiwillige Abgang von Martin Kesici kompensiert wird: Es verlässt niemand das Camp. Aber Sonja und Dirk machen sich einen Spaß daraus, trotzdem eine Verkündung zu simulieren. Und verkünden stattdessen den angeblichen Nachfolger von Thomas Gottschalk bei "Wetten, dass...?". Es wird Jörg Pilawa. Jörg Pilaber? Nicht wirklich, oder?

Na ja, weiter geht's in die nächste Runde. Jetzt hab ich's schon so weit geschafft...

Samstag, 21. Januar 2012

Ich bin ein Fußballfan - johlt mich hier raus! (Dschungelcamp Tag 9)

Was bisher geschah: Es ging ein Mensch nach Australien und...



Die heutige Folge beginnt dort, wo die letzte endete: Mit dem Abgang von Daniel Lopes. Ailton will mitkommen. Doch er lässt sich umstimmen, noch einen Tag zu bleiben. Oder sich rauswählen zu lassen. Je nachdem, was eher eintrifft. Oder so. Ramona ist down. Radost ebenfalls.
Dafür muss die Schatzsuche in Dänisch-Brasilianischer Kooperation erfolgen, sprich: Von Brigitte und Ailton. Sie müssen mit Hilfe von Gummi-Anglerhosen Wasser von einem Fass zum anderen transportieren, um den Schlüssel zur Schatztruhe nach oben zu schwemmen. Die Belohnung: zwei knusprige Kekse mit Schokolade. Schmeckt toll und macht nicht voll. Die Macht des Knack. Muss ich noch deutlicher werden?

Jazzy bringt eine Binsenweisheit auf den Punkt: "Tic Tac Toe war und ist bis heute die erfolgreichste Band der 90er Jahre." Ja, äh, es kann keine Band mehr erfolgreicher sein als Tic Tac Toe, weil die 90er Jahre vorbei sind. Dafür wählen die Camper den Dschungelprüfling erstmals selbst - und es ist einstimmig Rocco. Na ja, nicht ganz, Micaela nominiert Ailton. Und deswegen gehen Rocco und Kim in die Dschungelprüfung. Äh, Momentn, was? Wieso Rocco und Kim? Hab ich da was nicht mitbekommen? Und wieso tritt Rocco geschminkt an? Das geht alles an mir vorbei. Vielleicht geht es mir auch am A.... vorbei, man weiß es nicht.

Doch in dem Moment, wo Rocco seine Damenimitation ablegt, sieht man deutlich, dass er der Sohn von Uwe Ochsenknecht ist. Das Profil. Der Gestus. Gespenstisch. Genauso wie die Prüfung, die auf dem Friedhof stattfindet. Die Prüflinge müssen sich in verschiedene Gräber legen und... ja, was wohl? Mit Viech und Zeugs kuscheln. Rocco kriegt ein Krododil zwischen die Beine, Kim badet in Mehlwürmern und Melasse. Am Schluss baden beide zusammen.
Anschließend Diskussionsrunde mit Ramona.

Brigitte erzählt von den schwierigsten Stunden ihres Lebens. Micaela möchte, dass man sie im Camp lässt, damit sie ihren Borat-Badeanzug ausprobieren kann. Womöglich sogar bei einer Dschungelprüfung. Na, das wird was geben...

Aber Vincent und Ailton wollen nicht, dass man für sie anruft. Sie wollen raus, aber erhobenen Hauptes. Am heutigen Tag trifft es Ramona.

Und damit wollen wir die heutige Episode beschließen mit einer alten australischen Weise, gesungen von Bruce, Bruce und Bruce von der Philosphischen Universität von Hullabaloo:

Freitag, 20. Januar 2012

Ich bin ein Schuh - sohlt mich hier raus! (Dschungelcamp Tag 8)

Was bisher geschah: Endlich ist es geschehen: die Besucherzahlen des Blogprojekts "ErlebnisPostille" gehen schlagartig nach oben. Der bisherige Tagesrekord wurde von 142 auf 195 Besucher hochgeschraubt. Aber was ist das? Das Dschungelcamp hat daran gar keinen so großen Anteil! Nein, ein verdammt gute Sängerin aus Offenburg ist schuld. Ornella de Santis, die bei "Unser Star für Baku" antritt, hat das Interesse der Leser geweckt und lockt sie in Scharen in die "Ruster Abteilung" des Blogprojekts. Dort wird über Ornella berichtet, da sie unter anderem im Europa-Park große Erfolge feierte.
Was will uns das sagen? Sind die Leute mehr interessiert an guter Musik als an mit Kakerlaken kuschelnden Leuten, die einigen anderen Leuten nicht unbekannt sind? Wird das die heutige Folge vom Dschungelcamp klären?

Fragen über Fragen... Und nun...



Und damit sind wir auch schon mittendrin in der heutigen Folge, die man getrost mit "No more Mr. Nice Guy" überschreiben könnte: die fetten Tage sind vorbei. Ab sofort muss sich jeder der Camper der Abstimmung der Zuschauer stellen. Derjenige, der die wenigsten Stimmen bekommt, fliegt gnadenlos raus. Jeden Tag einer, bis nur noch drei übrig sind. Die Kandidaten für die Dschungelprüfungen werden unter den Campern selbst in geheimer, freier Wahl bestimmt. Aber heute ist die Dschungelprüfung etwas anders: ein Kandidat (Brigitte) muss sie machen, die anderen dürfen dabei zusehen.

Okay, wem das zu schnell ging, hier Mr. Eric Idle, der das Konzept der Sendung nochmal erklärt:



Tja, allerdings gelten diese Regeln ab heute nicht mehr für Martin Kesici, der den Titel der Sendung laut in den Dschungel ruft: "Ich bin..." und so weiter. Damit bekommt er nicht das ganze Honorar, das wird nur fällig, wenn der Camper rausgewählt wird. Nicht, wenn man das Camp freiwillig verlässt. Sonja Zietlow und Dirk Bach erhöhen die Schlagfrequenz für unterirdische Kalauer, als sie nochmal alle verbliebenen Camper vorstellen, damit die Zuschauer wissen, wen sie zum Bleiben wählen sollen. Wahrscheinlich hat aber keiner der Zuschauer vor lauter Kalauer auf die Telefonnummern geachtet.

Daniel referiert im ersten Filmbeitrag über ein Parfüm: "Egoist" Äh, ach ne, es geht nicht um das Parfüm, sondern darum, dass Daniel glaubt, die Frauen wären alle Egoisten, weil sie sich die besten Camp-Aufgaben raussuchen. Und nun soll die geneigte Leserin und der geneigte Leser raten, was das Resultat ist. Ja, ich weiß, keine große Aufgabe: Lagerkoller. Doch per Order von Campchefin Ramona wird der "Kindergarten" beendet.

Ha ha, der war gut. Natürlich geht der Kindergarten noch munter weiter. Interessant, wie auch jeder in den Einzelgesprächen meint, selbst im Recht zu sein. Das soziopsychologische Experiment geht weiter. Langsam blicke ich nicht mehr durch bei den Streitereien. Oder wie Brigitte sagt: "Was is mit Feuer jetzt?" Ja, am Feuer entzündet sich so manche Diskussion. Das darf nämlich nicht ausgehen, deswegen braucht man Feuerwächter, am besten in Schichten. In einem aufgeregten Gespräch zwischen Jazzy und Radost kommt nun auch Godwin zum Tragen. Jazzy erklärt, sie habe zwar gewusst, auf was sie sich da einlässt, wenn sie zu dieser Sendung geht, aber nicht, dass sie sich mit Idioten abgeben müsste. Ja, was nun? Hat sie nun gewusst, worauf sie sich einlässt oder nicht?

Martin plaudert aus dem Nähkästchen und versucht, ein paar Geschichten einer großen Zeitung richtig zu stellen. Das gelingt... na ja.... so lala... Aber wer die besseren Richtigstellungen sucht, der findet diese hier!
Jazzy spricht Ramona an, darauf führt jene Selbstgespräche. Aber genau so schnell, wie der Sturm aufgezogen ist, vergeht er auch wieder. Faszinierend!

"Leutes, ick hab jenuch!" Mit diesen schlichten Worten beginnt Martins Vortrag, das Camp zu verlassen. Und zwar aus heiterem Himmel. Das nimmt Daniel mit. Das Männergespräch zwischen den beiden im Anschluss ist tatsächlich... anrührend. Verblüffend! Aber nein, diesmal gibt es kein Zurück, Martin geht.

Frauengespräch zwischen Jazzy und Micaela. Abgehakt.

Dann spricht Brigitte Nielsen über Rocco und Kim und was da zwischen den beiden ist. Die Filmclips, die man zeigt, sprechen eine eindeutige Sprache: "It's the look of love":




Und ich muss schon wieder ein Video bringen (sorry!), aber tatsächlich beweisen die Redakteure großen Musikgeschmack, als sie den Beginn von Brigittes Dschungelprüfung mit den Klägen von "Being Boiled" von "The Human League" unterlegen. Wenn Sie also Dschungelatmosphäre beim Lesen wollen, dann klicken Sie das Video an, während Sie den nächsten Absatz lesen:



Nun muss Brigitte die Dschungelprüfung absolvieren, aber alle anderen dürfen zusehen. Und als erstes stand mir der Mund offen, als Dirk und Sonja ein aktuelles Ereignis aufgreifen und etwas veranstalten, das man getrost als "ätzende Satire" bezeichnen darf: die angekündigte Insolvenz von Schlecker veranlasst sie zu den Bemerkungen, das Dschungelcamp sei genau so wie dieser "Ausbeuterschuppen", es gäbe überall Kameras und das Persona wird wie Dreck behandelt. Nein, korrigiert sich Sonja, natürlich wird das Personal "mit Dreck behandelt". Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Passend dazu heißt die Prüfung heute "Winterschlussverkauf". Erste Aufgabe: Armreifen aus einer Vitirine holen, die auf zwei Schlangen "aufgefädelt" wurden. Bei den Schlangen handelt es sich um so genannte "Diamantpythons" (Morelia spilota spilota), der zur Familie der Rautenpythons gehört und hauptsächlich im Süden Australiens vorkommt. Pythons sind Würgeschlangen, also nicht giftig. Brigitte schlägt sich tapfer.
Zweite Aufgabe: Sich mit Eau de la Merde besprühen zu lassen. Erledigt.
Dritte Aufgabe: Hintereinander öffnen sich über Brigitte drei Koffer, deren Inhalt sich über ihr entleert. Mit dabei sind die Stern. Im ersten Koffer befindet sich außerdem Schleim und Mehlwürmer, im zweiten Grillen (Gryllidae), im dritten die allseits bekannten Kakerlaken (Blatta orientalis), die mit dem Lied "La Cucaracha" musikalisch verewigt wurden. Bei dieser Aufgabe ist Brigitte nicht so erfolgreich, ihr gehen drei Sterne durch die Lappen.
Vierte Aufgabe: "Taubensaft" trinken, also Saft von der Taube. Nein, kein Schreibfehler, wir reden tatsächlich und wahrhaftig von den Viechern, die auf Statuen sch**ßen und von alten Damen in Parks gefüttert werden. Brigitte macht die Prüfung nicht.
Fünfte Prüfung: In einem Becken mit... äh... ja... ah... was auch immer, Fischabfälle vermutlich, in diesem Becken also muss der Prüfling acht Kleidungsstücke mit Namen drauf suchen. Brigitte gibt die Aufgabe an Rocco weiter. Der schafft es leider nicht.
Sechste Prüfung: Ein Mantel wird mit Tieren gefüllt, dreißig Sekunden muss Brigitte ihn tragen, dann ein Hut. Ergibt zwei Sterne. In den Mantel kommen... schon wieder Kakerlaken. Langsam wiederholt es sich. Im Hut sind Mehlwürmer. Auch schon wieder. Das schafft sie.
Resultat: Fünf Sterne.

Fast schwerer als die Dschungelprüfung ist für die Camper der Umstand, dass sie als nächstes Werbung für sich selbst machen sollen, damit man für sie anruft und sie nicht rausfliegen. Das reicht vom babylonischen Sprachgewirr von Ailton über das Klischee, das Jazzy zieht, indem Sie den Zuschauer direkt anredet mit "he, Du auf dem Sofa mit der Tüte Chips und dem Glas Cola", bis zu Ramona, deren Aufruf mehr wie die Ankündigung einer ZDF-Sprecherin für das kleine Fernsehspiel "Im Dschungelcamp - Ich bin ein Star, holt mich hier raus" klingt.

In dieser Staffel bricht man mit einer Tradition. Bisher war es so, dass wenn jemand das Camp freiwillig verlassen hat, sich das Rauswählen durch die Zuschauer um einen Tag verschob. So ist es dieses Jahr nicht. Obwohl Martin gegangen ist, wird trotzdem jemand heute rausgewählt. Die Entscheidung fällt zwischen Jazzy und Daniel. Und Daniel trifft's.


Darauf nochmal "Being Boiled" von The Human League (Video oben, einfach nochmal anklicken). Doch wie haben die Götter des Dschungelcamps es geplant, Martins Auszug zu kompensieren? Eine Abwahl muss auf jeden Fall ausfallen. Oder bedeutet das, dass die "letzten Drei" einen Tag länger im Camp bleiben? Wir wissen es nicht, wir werden es erfahren in einer der nächsten Folgen.

Vermutlich.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Ich bin ein Internet-Komiker - LOLt mich hier raus (Dscungelcamp Tag 7)

Was bisher geschah: Mein Rücken tut immer noch weh. Außerdem kollidiert "Ich bin... usw usf" heute mit "Unser Star für Baku", wo mit Ornella de Santis eine Künstlerin auftritt, die ich nicht nur sehr gern höre, sondern auch unterstütze und mit der ich persönlich schon ein paar Worte wechseln konnte. Falls Sie die ganze Geschichte interessiert, die gibt es in diesem Artikel. Falls Sie Martin Kesici mit Maden, Fliegen und Skorpionen in einer Telefonzelle eher interessiert, dann sind Sie hier richtig.

Äh Moment, was muss ich da in der Werbung sehen? Es gibt eine "Final Edition" von Axe - wegen 2012? Wow. Der Humor gefällt mir. Ob mir der Duft auch gefällt, weiß ich noch nicht. Mal ausprobieren. Verdammt, schon hat die Werbung bei mir gewirkt! Ich bin halt doch sehr vorausschaubar.

Ein wenig bekomme ich den Eindruck, dass die Camper gerade einen Durchhänger haben. Oder liegt das an mir? Micaela bleibt weiterhin unbekleidet und Ramona macht sich in ihrer Eigenschaft als Chefin unbeliebt. Rocco und Vincent müssen zu einer Schatzsuche antreten: Beide müssen sich an einem Seil über einer Grube mit Ekelzeugs festhalten. Wer zuerst reinfällt, hat verloren. Das ist Vincent. Der zeigt im Anschluss Nerven und holt zum großen Rundumschlag aus. Genauer gesagt greift er einen Gedanken auf, den ich an dieser Stelle auch schon aufgeführt habe (lesen die in dem Camp eigentlich alle dieses Blog hier?): Er will nicht "Ich bin ein Star..." sagen, weil sie hier im Camp keine "Stars" sind. Er nimmt dann Brigitte ausdrücklich aus, aber alle anderen (ihn eingeschlossen) sind keine Stars, sondern "Bekannt". Dirk Bach benennt die Sendung daraufhin spontan um in "Ich bin einigen Leuten nicht unbekannt, holt mich zurück zu meinen Raben!"
Martin holt sieben Sterne, weil er telefoniert, während er mit Viechzeugs beworfen wird. Toll.
Vincent geht dann doch nicht aus dem Camp, sondern lieber baden. Und bleibt. Na gut. Ist ja sowieso der letzte Tag, denn ab morgen muss jeden Tag einer der Camper gehen. Das heißt, es wird nicht mehr per Anruf bestimmt, wer die Dschungelprüfung machen muss, sondern die Zuschauer wählen ihren Liebling. Derjenige, der am Ende eines Tages die wenigsten Stimmen hat, muss gehen.
Was die Dschungelprüfung betrifft, so ist man auf Gedeih und Verderb von seinen Mitcampern abhängig. Die wählen, wer gehen soll.

In die letzte demokratisch bestimmte Dschungelprüfung muss Brigitte. Dann ist die Sendung rum. Sagt mal, kann es sein, dass wir in dieser Folge gar nichts von Ailton gesehen haben?

Was für Zeiten!

Mittwoch, 18. Januar 2012

Ich zahl auch in bar - holt mich hier raus! (Dschungelcamp Tag 6)

Was bisher geschah: Ich war heute beim Zahnarzt und musste mir eine Füllung machen lassen. Ohne Betäubung. Das war meine Dschungelprüfung. Außerdem hab ich einiges geschrieben und mit irgendwelchen Versicherungen telefoniert. Das ist auch wie Dschungel. Aber das interessiert Sie mal wieder nicht. Okay, ab nach Australien...

Grüne Blätter, hohe Bäume.
Dirk Bach sieht heute aus wie ein Papagei, der Papageien auf den Schultern sitzen hat. Das irritiert mich ein wenig. Kreativ waren die Autoren dieser Sendung in Bezeichnungen für Vincent Raven finden, der als "Alpen-Ayatollah", "Bin Raben" und "Toblerone-Taliban" hingestellt wird. Der Grund: Seine Aussagen über die roten Hosen, die man im Camp tragen muss ("Schwuchtelfarbe"), und über Frauen in Führungspositionen ("den muss man ganz genau auf die Finger schauen"). Tatsächlich bestätigt sich damit die Aussage eines Kritikers über das Konzept vom "Dschungelcamp": Man sieht hier die Promis, wie sie wirklich sind. Unverfälscht. Keine Rolle spielend. Und das, was man sieht, gefällt einem halt nicht immer.
Wie kleine Kinder freuen sich die Campbewohner dann über die Sonne, die nach (fast) sieben Tagen Regen endlich wieder den Weg durch die Wolken findet. Die Camper reißen sich die nassen Klamotten vom Leib, um... sich gleich wieder nass zu machen. Diesmal unter der Dusche. Ich dachte, die hätten genug Wasser von oben gehabt. Egal, sie duschen. Und die Ente bleibt draußen. Aber, ach! Was ist das? Vincent macht ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter! Und nun raten Sie mal, warum.
Ihm ist zu heiß. Ja, tatsächlich. Nein, auch das erfinde ich nicht. Erst war's zu nass, jetzt zu heiß. Hat man den man in einer vernagelten Kiste nach Australien verschleppt, oder warum weiß er nicht, mit was für Wetter man hier rechnen muss? Als es nach nur zwei Stunden Sonne wieder zu regnen beginnt, hat er vermutlich ein Dankgebet an seine Raben gesprochen.
A propros "gesprochen": Vincent spricht. Und zwar das, was er in der Hand von Jazzy und Radost Bokel gelesen hat. Ja. Und nochmal: NEIN, ich erfinde das nicht! Ich bin zwar Science-Fiction-Autor, aber sowas kann ich mir gar nicht ausdenken.


Als nächstes erfahren wir Dinge über Martin, die wir gar nicht gefragt haben, und die mit Leibwinden zu tun haben. Dafür promoten Dirk und Sonja das Buch, das Martin zusammen mit Markus Grimm geschrieben hat: "Sex, Drugs & Castingshows: Die Wahrheit über DSDS, Popstars und Co." Wer zur Hölle ist Markus Grimm? Und lohnt es sich, das Buch zu kaufen? Fragen über Fragen...
Zur Sprache kommt alsdann eine Statusmeldung von Roccos Halbbruder Jimi Blue Ochsenknecht auf Twitter, die durch die reichlich unoriginelle Art, ein französisches Lehnwort einzudeutschen, auffällt: Blamierung statt Blamage. Auf die richtige Schreibweise des Lehnworts hingewiesen offenbart sich das Dilemma - es liegt wohl am Schulabluss. Was ist ein Schulabluss? Hm, vielleicht sollte er langsamer tippen oder nochmal lesen, bevor er seine Tweets raushaut. Alternativ wäre ein Kurs im 10-Finger-Tipp-System auch erfolgversprechend. Gibt's das eigentlich noch? Ich hab das noch gelernt, damals, auf der kaufmännischen Schule. Ich weiß noch genau, wie ich das erste Mal in dem Unterrichtssaal stand. Damals lernte man noch auf Schreibmaschinen. Immerhin schon elektrischen Schreibmaschinen. Aber keine "Delete"-Taste, jeder Tippfehler, den man machte, war gnadenlos aufs Papier gebannt. Ich kam also in den Raum und...

Ja, ich hör ja schon auf. Sie interessiert auch gar nichts, oder? Na gut, machen wir halt weiter mit der Sendung, denn nun kommt endlich ein Element ins Spiel, ohne das kaum eine Geschichte wirklich funktioniert: die zarte Bande der Liebe. Und wenn erwischt's? Ausgerechnet den eben noch von seinem Halbbruder gescholtenen Rocco. Sein weibliches Pendant: Kim. Die beiden flirten, dass es im Urwald rauscht. Ach ne, das ist der Regen. Sie flirten, dass sich die Bananen biegen. Nein, die kommen ja aus Afrika. Sie flirten, dass einem schwindlig wird. Ja, keine sehr originelle Metapher, aber es ist schon spät. Ailton bringt es besser auf den Punkt: "Vielleicht eine kleine, kleine Romanze in die Cämpe." Klingt, als ob er Deutsch bei Rene Mariks Maulwurf gelernt hätte. Da hätte er lieber mal Herrn Falkenhorst fragen sollen. Nur was Brigitte Nielsen meint, wenn sie sagt, dass es "Liebessuppe" gibt, erschließt sich mir nicht ganz. Muss eine dänische Spezialität sein. Fragen wir doch den Experten, den dänischen Koch:



Jedenfalls hat Kim eine wahre Glückssträhne, sie hat nicht nur ihren Rocco, sie ist am heutigen Tag auch noch Campchefin und darf daher für die Bestrafung der beiden Camppinkler aus der letzten Episode sorgen. Auf diese Weise wird ein über mehrere Episoden dauernder Handlungsbogen aufgebaut. Ailton und Martin müssen für ihre Untat die nächsten drei Tage strafspülen. Ailton versucht daraufhin, bei den Feministen unter den Zuschauern zu punkten, indem er Abwasch zur "Arbeit für die Frau" erklärt. Im nächsten Satz erklärt er, die Deutschen würden ständig auf die Straße pinkeln. Man soll sich nicht so haben. Ja klar, deswegen haben wir Deutschen ja auch den Pinkli-Schwur:


Wir wollen sein ein einzig Volk von Straßenpinklern,
In keiner Not uns setzen und Gefahr.
Wir wollen frei stehen, wie die Väter standen,
Eher in den Tod als in die Toilette gehen.
Wir wollen trauen auf den gold'nen Strahl
Und uns nicht fürchten vor der Macht des Spüllappens.


Die andern amüsieren sich über die Bestraften. Zurecht, wie ich finde.

Aber Ailton geht auch auf eine andere Weise die Düse (verstanden? Wortspiel! "Düse"!): Die Dschungelprüfung setzt ihm psychisch zu. Ramona muss den an einem Seil hängenden Ailton blind über einen See steuern, auf dessen Oberfläche die Sterne schwimmen. Auf ein Kommando kann sie ihn ins Wasser fallen lassen, damit er die Sterne einsammelt. Gleichzeitig werden eklige Sachen über Ramona ausgeschüttet. Fünf Sterne kommen raus.

Am Schluss werden Dirk und Sonja nochmal kreativ bei der Verkündung desjenigen, der die nächste Dschungelprüfung machen darf: Sie benennen sofort zwei mögliche Kandidaten, ohne sich an allen abzuarbeiten: Martin oder Brigitte. Martin wird's.

Wieder ein Tag rum. Was wird der nächste bringen? Das höchste Hoch oder das tiefste Tief? Was würde Vincent wohl dazu aus der Hand lesen?

Ich bin ein Z a r - holt mich hier raus! (Dschungelcamp Tag 5)

Was bisher geschehen ist: Seit Freitag tut mein Rücken weh. Außerdem sind weder die Besuchszahlen dieses Blogs noch die Verkaufszahlen von meinem Buch im Zuge der Dschungel-Berichterstattung explodiert. Ich bin also nicht sonderlich gut gelaunt. Wie soll ich so mein internationales Firmenimperium aufbauen? Ach a propros "Dschungel", da ist auch so einiges passiert. Und heute geht's weiter.

Ein Reptil.
Ich möchte das Wort "Lagerkoller" nicht überstrapazieren, aber es ist schon wieder soweit. Daniel will raus. Als Radost die Führung im Lager hat, lässt Vincent durchblicken, dass er von Frauen in Führungspositionen nicht so viel hält. Daniel will raus. Ramona sucht sich jede Nacht ein neues Schlaflager. Jazzy löst Radost als Lagerführung ab und macht dem Drillseargent aus "Full Metal Jacket" Konkurrenz ("Jetzt lassen Sie besser Ihre Faxen, sonst reiß ich Ihnen den Kopf ab und scheiß Ihnen in den Hals!"). Daniel will raus. Ailton und Martin urinieren ins Camp. Vor laufender Kamera. Das hat ein Nachspiel und die Schuldigen werden gebeten, sich freiwillig im so genannten "Dschungeltelefon" zu melden. Martin steht dazu (im wahrsten Sinne des Wortes). Ailton ziert sich sich. Meine Worte werden weniger. Passen sich Ailtons Sprache an. Kurz. Knapp. Unverständlich. Vrwschn. Hmpf. Danielwillraus.

Moment, Daniel will raus? Tatsächlich, zu den Gesängen von Loreena McKennit läuft eine Abschiedsszene und Daniel ruft den Satz, der identisch mit dem eigentlichten Titel der Sendung ist. Aber es stellt sich heraus, nicht nur der Dschungel ist von Ailton und Martin angepisst, alle sind von allem angepisst. Sie sind mit der Gesamtsituation unzufrieden. Und dann auch noch Verdauungsprobleme. Erkältung. Allergie. Gequetschte Finger. Wenn wir Alan Alda noch ins Camp stecken, können wir ein Remake von "M*A*S*H" machen. Dirk Bach meint, wegen solcher Wehwehchen würde kein Hypochonder seinen Pschyrembel hervorholen. He, der Mann ist gebildet! Oder er kann einfach nur gut Karten ablesen

Die heutige Schatzsuche machen Martin und Brigitte. Martin freut sich, weil man so dem Lagerkoller entkommen kann. Ja, hat er wirklich gesagt, der scheint dieses Blog hier zu lesen! Martin muss zwei Gummikabel an eine Batterie halten, damit Brigitte in einer Höhle Licht hat. Natürlich bieten die Kabel entsprechend Widerstand, aber er schafft es lang genug, damit Brigitte vier Schlüssel für die Schatzkiste in der Höhe findet. Sie schaffen es. Die Belohnung: Gewürze, Tee und Kaffee. Und unter den Campern ward allenthalben Freude.

Die Dschungelprüfung findet mit zwei Kandidaten statt, Ramona und Vincent. Alles,  was mit Ekel, Angst und Enge zu tun hat, macht Ramona Probleme. Äh... warum ist sie dann ins Dschungelcamp gegangen? Jedenfalls, es gibt Dinge zu essen. Nummer 1, pürierte Käsefrucht trinken. Man sagt auch Durian (Durio zibethinus) dazu, oder Zibetbaum. Es ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Sie ist ursprünglich in Indonesien und Malaysia beheimatet. Heute wird sie überall in Südostasien und manchen anderen tropischen Gebieten kultiviert. Die Frucht wird Durian, häufig auch "vomit fruit" ("Kotzfrucht") genannt und wird als Obst verwendet. Nummer 2, pürierte Kakerlaken trinken. Nummer 3, Innereien essen.
Doktor Bob hat bei seiner Einleitung gesagt, irgendwo auf der Welt isst man das, was heute kredenzt wird, tatsächlich. Wo isst man wohl Nummer 4, Reibekuchen aus Käsefrucht und Fliegen? Vincent kriegt es auch nicht runter. Nummer 5, geröstete Mehlwürmer. Mehlwürmer sind Larven des Mehlkäfers (Tenebrio molitor). Nummer 6, kandierte Kakerlaken. So ist recht, wenn man sie nicht bekämpfen kann, muss man sie halt aufessen. Nummer 7, Schweineanus. Ich weiß, dass es Köche gibt, die A****löcher sind, aber dass das Essen aus A****löchern besteht... Könnte ein neues Schimpfwort werden: "Du Schweineanus!"
Nummer 8, Seidenraupen. Das sind die Larven des Seidenspinners. Nummer 9, Fischaugen. Fischaugen kenne ich zum Glück nur als Objektiv für die Kamera. Nummer 10, Dampfnudel gefüllt mit Kakerlaken und Mehlwürmern. Nummer 11, Buschschweinsperma. Das Buschschwein (Potamochoerus larvatus) entstammt einer Schweineart, die im östlichen und südlichen Afrika verbreitet ist. Das Resultat sind 9 Sterne. Ramona und Vincent haben jeweils ein Menü nicht gegessen. Dennoch eine respektable Leistung.

Und ach ja: In einer Achterbahnfahrt der Gefühle überlegt es Daniel am Ende nochmal anders - er bleibt doch im Camp. Die nächste Dschungelprüfung indessen muss wieder von zwei Kandidaten zusammen erledigt wieder. Wieder ist Ramona mit dabei, diesmal allerdings mit Ailton. Den trifft dieses Schicksal hart.

Und wieder ein Tag vorbei. Jazzy hat heute etwas gesagt, das mir in der hinteren Hirnrinde hängen geblieben ist: Sie hat gesagt, dass die Kandidaten des Dschungelcamps als Versager dagestanden seien, bevor sie in den Dschungel gegangen seien - aber wenn sie aus dem Camp herauskommen, werden sie nicht mehr so gesehen, sondern als Gewinner. Als Menschen, die sich einer Herausforderung gestellt haben. Hm. Da muss ich nochmal drüber hirnen.

Und das Abenteuer geht weiter...